Quo vadis, mater?

PR für Ausstellung: Klassische Pressearbeit (2015)

Quo Vadis, Mater? Künstlerinnen des Berliner Lyceum-Clubs 1905-1933, Das Verborgene Museum, Berlin, 23. April – 26. Juli 2015

Bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 war der Club Zentrum intellektueller Auseinandersetzung, politischer Bildung sowie sozialen Engagements. Besonders eindrucksvoll ist dabei die hohe Zahl an Künstlerinnen, die als Mitglieder des Clubs dessen kulturelles Wirken förderten wie prägten. Einige – darunter Käthe Kollwitz oder Milly Steger – sind heute noch bekannt, während viele andere, zum Teil aus politischen Gründen, nach 1933 in Vergessenheit gerieten. Diese Künstlerinnen sollen mit der Ausstellung erinnert werden und Würdigung finden.

Erstmals erinnert eine Ausstellung an diese reiche künstlerische Tradition und präsentiert von April bis Juli 2015 im Verborgenen Museum in Berlin mit einer vielfältigen Werkauswahl bekannte wie unbekannte Künstlerinnen, die bis 1933 aktive Mitglieder des Vereins waren. Künstlerinnen wie Dora Hitz, Käthe Kollwitz, Sabine Lepsius, Clara Siewert oder Julie Wolfthorn hatten als Gründungs- bzw. frühe Mitglieder der Berliner Secession bereits über die Grenzen der Stadt hinweg Bekanntheit erlangt. Die Ausstellung umfasst mehr als 50 Werke von 33 Künstlerinnen aus den Bereichen Grafik, Malerei, Fotografie und Bildhauerei.

Das Verborgene Museum ist die weltweit einzige Einrichtung, die sich programmatisch um die öffentliche Präsentation und wissenschaftliche Aufarbeitung der Lebenswerke von Künstlerinnen kümmert, die aus unterschiedlichsten Gründen in Vergessenheit geraten sind.  Seit seiner Gründung 1986 hat das Verborgene Museum durch Ausstellungen und Publikationen bereits die Lebenswerke von ca. 100 Künstlerinnen vorgestellt.

Augusta von Zitzewitz, Malschule des Vereins der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen zu Berlin, 1909/10, Privatsammlung