Du sollst Dir (k)ein Bild machen

PR für Ausstellung: Klassische Pressearbeit, Online-PR, Redaktion Blog (2015)

Du sollst Dir (k)ein Bild machen. Eine Ausstellung alter und zeitgenössischer Kunst im Berliner Dom, 1. März – 14. Juni 2015

Sakrale Kunst und Artefakte: Elfenbeinkruzifixus, 11. Jh., Anna Selbdritt, frühes 15. Jh., Gotischer Kelch, 15. Jh., Reliquienschrein Hl. Brictius von Tours, Reliquienschrein Hll. Pius und Gaius, 2. Hälfte 14. Jh., Wallfahrtsmadonna, barock Süddeutschland, Holzscheitmadonna, böhmisch 19. Jh. Gemälde/17. Jh.: Pieter Claesz, Jan Symonsz Pynas, Herman III Saftleven. Moderne: Hans Arp, Max Beckmann, Lucio Fontana. Contemporary: Abbas (Abbas Attar), Marina Abramovic, Ai Weiwei, Dieter Appelt, Barry X Ball, Laura Bruce, Berlinde de Bruyckere, Mat Collishaw, Christina Doll, Alberto Garcia Alix, Marianna Gartner, Félix González-Torres, Margi Geerlings, Stella Hamberg, Chester Higgins, Mwangi Hutter, Alfredo Jaar, Katharina Karrenberg, Ruprecht von Kaufmann, Kim-Joon, Ulrich Kochinke, Herlinde Koelbl, Matej Kosir, Young-Jae Lee, Rami Maymon, Dario Mitidieri, Adam Nadel, Chris Newman, Hermann Nitsch, Heribert C. Ottersbach, Grayson Perry, Eric Refner, Daniel Richter, Oswaldo Romberg, Eva Schlegel, Bettina Scholz, Andres Serrano, Stefan Sehler, Gil Shachar, Joao Silva, Malte Spohr, Manfred Stumpf, Paloma Varga Weisz, Miriam Vlaming, Micha Ullman, Erwin Wurm, Miwa Yanagi

Du sollst Dir (k)ein Bild machen zeigt Kunstwerke vom 11. Jahrhundert bis heute, vom ‚Elfenbein-Kruzifixus‘ aus dem Bamberger Domschatz, von Werken Max Beckmanns und Hans Arps bis hin zu Arbeiten von Marina Abramovic, Ai Weiwei, Daniel Richter und Miwa Yanagi.

Die gesamte Ausstattung der reich geschmückten, 1905 eröffneten Tauf- und Traukirche des Berliner Doms – Altar, Gemälde, Kandelaber und die den Raum fassenden Säulen – ‚verschwinden‘ für die Schau bis in einer Höhe von rund sechs Metern. Nur die ausgemalte Decke und die Orgelempore bleiben sichtbar. In die so entstehende Raumskulptur sind drei Objekte fest installiert: Ein weitgehend unbekanntes, 1968 datiertes Kunststoff-Multiple von Lucio Fontana. Die in hebräischen Buchstaben geschriebene Neonskulptur DU SOLLST DIR KEIN BILD MACHEN zitiert das zweite Gebot und ein ‚Bibelschrein‘ mit einer 1886 für die britische und ausländische Bibelgesellschaft gedruckten ‚Heiligen Schrift‘.

Aus  dieser minimalistischen Installation und im fast leeren Raum entwickeln sich  im Ausstellungszeitraum zehn Szenen aus alter und neuer Kunst, in denen immer wieder neue Kombinationen von Kunstwerken präsentiert werden. Das von Alexander Ochs kuratierte und entwickelte ‚Ausstellungskontinuum‘ verzichtet dabei bewusst auf Setzung wie dem Versuch einer kunsthistorischen Begründung. Vielmehr ist eine ‚atmende‘ Ausstellung beabsichtigt, die dem Besucher Freiheit zur eigenen Interpretation liefert. 

www.du-sollst-dir-kein-bild-machen.de, www.berlinerdom.de

Ausstellungsansichten, Fotos © Uwe Gaasch

Auswahl Pressestimmen

ARD Tagesschau
Ein Fingerzeig auf die aktuelle Diskussion über den Umgang mit Bildern in den verschiedenen Religionen

art
Neben früher Artefakt-Kunst über die Gotik bis hin zur Moderne bilden den Schwerpunkt der Ausstellung vor allem zeitgenössische Künstler wie Ai Weiwei, Stella Hamberg, Herlinde Koelbl, Heribert C. Ottersbach, Marina Abramovic, Daniel Richter und Miwa Yanagi.

Berliner Morgenpost
Spektrum reicht von einem Elfenbeinkruzifix aus dem elften Jahrhundert bis zu Werken der Gegenwartskunst

Berliner Zeitung
So wird die ungewöhnliche, vom Hauptstadtkulturfonds ermöglichte Ausstellung, zum Beitrag des Doms in der Luther-Dekade „Reformation – Bibel und Bild“. 70 Werke von 50 Künstlern – altmeisterliche Kirchenkünstler und Moderne-Meister wie Max Beckmann, Hans Arp, Marina Abramovic, Ai Weiwei, Micha Ullmann – hat der sich immer wieder neu erfindende bisherige China-Kunst-Galerist Alexander Ochs versammelt.

BILD
Machen wir uns selbst ein Bild. 70 Werke von mehr als 50 Künstlern erzählen sieben Wochen lang in der zum grauen Würfel umfunktionierten Tauf- und Traukirche des Doms von Gott und der Welt.

B.Z.

Interessant und hochaktuell ist der Bilderstreit, nicht nur seit den Anschlägen von Paris. Jetzt ist er Ausgangspunkt für den siebenwöchigen Ausstellungs-Zyklus „Du sollst die (k)ein Bild machen“, den Alexander Ochs, Galerist von Ai Weiwei und Micha Ullman, für den Osterfestkreis im Berliner Dom zusammengestellt hat.

Der Tagesspiegel
Die Kirchengemeinde stellte ihre Toleranz unter Beweis, indem sie Ochs freie Hand ließ … Es ist eine persönliche Bildwelt, vielleicht mit einer zentralen Botschaft: Gott ist alle Bilder.

Deutschlandfunk
Auch wenn das Konzept durch die Ereignisse im Irak nicht beeinflusst wurde, so bekommt das Projekt durch die Zerstörungen historischer Stätten durch den IS eine erschütternde Aktualität.

epd
Mit der sehr persönlichen Auswahl der Kunstwerke begibt sich Kurator Alexander Ochs auf eine Gratwanderung: Die Zusammenstellung der Kunstwerke jenseits eines kunsthistorischen Kanons lässt viel Raum für eigene Assoziationen.

KNA
Mit seiner Raumskulptur in der Tauf- und Traukirche hat Ochs einen “möglichst radikalen Eingriff” vorgenommen. Als einen “Dom im Widerspruch” bezeichnet Dompredigerin Petra Zimmermann das Ergebnis. Der neobarocke Prunk wird in 106 Tagen wieder hervortreten – die sinnlichen sowie bewegenden, irritierenden oder gar verstörenden Impulse, denen der Besucher bis dahin ausgesetzt ist, werden mit Sicherheit nachhallen.

Mit Vergnügen
In einem Kontext, der proklamiert, dass Du dir kein Bildnis machen sollst, wird nun genau dazu aufgefordert.

Neues Deutschland
Greift die aktuelle Auseinandersetzung über das Bilderverbot im Islam und im Judentum auf

NZZ: Werden Kunstwerke spirituell aufgeladen, wenn man ihnen in einem sakralen Raum begegnet? Im üppig ausstaffierten Berliner Dom wirkt der stille «Raum im Raum» wie ein Fremdkörper. Nur ein Dutzend Bilder und Skulpturen warten hier auf die Betrachter, manchmal auch weniger. Der Verzicht auf Masse bietet Gelegenheit für einen kreativen Dialog mit der Kunst. Die Besucher können Beziehungen zwischen den Werken erkennen – und herstellen ... Zur Ausstellung gibt es einen informativen Blog: du-sollst-dir-kein-bild-machen.de

Pro
Thematisiert das Bilderverbot im Islam, im Judentum sowie im Urchristentum. Nicht zuletzt die Anschläge von Paris und Kopenhagen machen das zu einer aktuellen Auseinandersetzung.

rbb abendschau
Thema der Ausstellung ist das Abbildungsverbot im Islam und Judentum wie auch in den frühen christlichen Kirchen

rbb aktuell
Der Berliner Dom zeigt nun eine Ausstellung, die sich mit der jahrhundertealten Entwicklung des Abbildungsverbots beschäftigt.

rbb inforadio
Auseinandersetzung über das Bilderverbot im Islam und im Judentum

rbb kulturradio
Der Berliner Dom, man kann nicht behaupten, dass sein Inneres schmucklos wäre. Im Dom ist nun der schmucke Innenraum nicht mehr zu sehen, sondern stattdessen eine Kunstausstellung, die sich mit dem Themenfeld Kunst und Religion auseinandersetzt.

rbb-online.de
Kein neobarocker Prunk mehr im Zentrum des Berliner Doms, sondern glatte Wände und ungewöhnliche Skultpuren. In der gegenwärtigen Ausstellung geht es bis Pfingsten um das Bilderverbot in Religionen und um die Wiederkehr des Phänomens Bildersturms. Die Bandbreite der insgesamt 70 Kunstwerke ist groß.

rbb radioeins
Um das Abbildungsverbot im Islam und im Judentum geht es, um die Folgen des Bildersturms im 16. Jahrhundert, aber auch um unsere Lust auf Bilder.

tip
Eine politische Thematik, die aktueller nicht sein könnte

Ausstellungsansicht © Marcus Schneider