Theo Eshetu

PR für Ausstellung: Klasiche Pressearbeit, Online PR (2014)

Theo Eshetu: The Return of the Axum Obelisk, daadgalerie, 1. Februar – 15. März 2014

Der äthiopisch-britische, in Rom und Berlin lebende Künstler Theo Eshetu verbindet seit den späten 1980er Jahren in seinen Filmen und Videoinstallationen die Formensprache des Experimentalfilms – schnelle Schnittfolgen oder musikalische Bildrhythmen – mit anthropologischen Themen, wie der Bedeutung und Darstellbarkeit von Ritualen, Symbolen und Mythen. Eshetus Werk verweist auf ein komplexes Netzwerk verschiedener Kulturen, auf Formen kultureller Hybridität ebenso wie auf die Kollision von Gegensätzen. Parallel zu den Berliner Filmfestspielen präsentierte die daadgalerie Eshetus bisher umfangreichste Videoinstallation “The Return of the Axum Obelisk” (2009) erstmals in Deutschland. Die Videoinstallation „The Return of the Axum Obelisk” (2009) vertiefte die im Experimentalfilm besonders substanzielle Suche nach Verknüpfungen von Inhalt und Form. Auf 15 Monitoren zeigte Eshetu, wie der “römische” Obelisk von Axum, mehr als 70 Jahre nachdem Mussolini ihn als Kriegsbeute nach Italien verschiffen ließ, nach Äthiopien zurückkehrt. Aufbauend auf seiner eigenen filmischen Dokumentation dieses außergewöhnlichen Restitutionsereignisses, kreierte Eshetu ein aufwendiges Werk, dessen kompositorische Komplexität im Kleinen die technische Ingenieursleistung der Wiedererrichtung im Großen ehrt.

Theo Eshetu (geb. 1958 in London) lebt und arbeitet in Rom und Berlin. Seine Arbeiten wurden auf zahlreichen Filmfestivals und in internationalen Institutionen präsentiert, z.B. dem Filmfestival von Venedig, dem Filmfestival von London, dem New York African Film Festival, der 2. Video-Biennale von Fukui, Japan. Eshetu hat an internationalen Ausstellungen teilgenommen, u.a. im Institute of Contemporary Art, London, im Stedelijk Museum, Amsterdam, in der National Gallery of Canada, im Martin Gropius Bau, Berlin und in der National Gallery of Cape Town, Südafrika. 2011 wurden seine Arbeiten auf der Sharjah Biennale und auf der Venedig Biennale gezeigt. 2012 war Theo Eshetu Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

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Theo Eshetu (»Disco Africa«, 2013)