Die 8 der Wege

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"Die 8 der Wege. Kunst in Beijing”, Kunstausstellung in den Uferhallen, Berlin, 30. April bis 13. Juli 2014
Künstler: Chen Xiaoyun, Colin Chinnery, Fang Lu, Guan Xiao, He Xiangyu, Hu Qingtai, Kan Xuan, Li Binyuan, Li Hui, Li Ran, Liu Chuang, Liu Wei, Lu Song, Sun Xun, Sun Yuan & Peng Yu, Utopia Group, Wang Sishun, Wang Wei, Yan Xing, Yang Junling, Yu Honglei, Zhao Zhao, Zhu Yu
Kuratoren: Guo Xiaoyan (Kuratorin am Minsheng Art Museum, Shanghai und ehemalige Chief Curator am Ullens Center for Contemporary Art, Peking), Thomas Eller (Künstler, Kurator und ehemaliger Direktor der Temporären Kunsthalle Berlin), Andreas Schmid, (Künstler, Experte für zeitgenössische chinesische Kunst und Kurator u.a. von „China Avantgarde“, Haus der Kulturen der Welt, 1993)

Die Kunstausstellung „Die 8 der Wege“ präsentierte 23 Positionen junger, in Peking lebender Künstler. Sichtbar wurde ein bisher unbekanntes China. „Die 8 der Wege“ stellte eine Generation vor, die sich neue Möglichkeiten und Freiheiten erarbeitet. Anders als es die gängige Darstellung eines monolithischen Staatsapparates im Westen vermuten lässt, entstehen in China Multiplizitäten, die in ein neues Selbstverständnis von „Individualität“ chinesischer Prägung münden.

Die breite Kunstwelt beschäftigt sich erst seit wenigen Jahren intensiver mit der zeitgenössischen Kunst in China. Die Rezeption der Entwicklung chinesischer Kunst als globales Phänomen hat dabei genau zwanzig Jahren hier in Berlin seinen Anfang genommen: Die Ausstellung „China Avantgarde“ im Haus der Kulturen der Welt (1993) war die erste Ausstellung zeitgenössischer chinesischer Kunst außerhalb Chinas. Die Schau, an der – neben Hans van Dijk und Jochen Noth – auch Andreas Schmid, Co-Kurator von „Die 8 der Wege“, beteiligt war, wurde zur Initialzündung der Vermittlung im Westen. „Die 8 der Wege“ schloss an diese Tradition an und warf ein Schlaglicht auf wichtige individuelle Positionen in der zeitgenössischen Kunst im Peking von heute. Organisiert wurden Ausstellung und Symposium im Rahmen des 20. Jubiläums der Städtepartnerschaft von Peking und Berlin.

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Ausstellungseröffnung (alle Fotos © Kowa-Berlin)

Pressestimmen (Auswahl)

"Dass die Ausstellung „Die 8 der Wege“ zeitgleich mit der Ai-Weiwei-Retrospektive stattfindet, ist eine glückliche Fügung. Denn sie zeigt nicht nur die Generation nach Ai, sie lenkt die Wahrnehmung auf die Vielfalt der Themen, deren Lebensnähe und auf einen Freiheitsbegriff, der völlig anders ist, als er sich durch die Kunstkritik der letzten Jahre zu diesem Thema erschließt. Eine ,neutrale‘ Rezeption ist vor dem Hintergrund der individuellen Vorstellungen von China kaum möglich. Jedoch öffnet die Ausstellung einen zweiten Blick, der die Wahrnehmung der Kunst im Fokus haben kann, als Kunst, die Fragen stellt und Fragen offen lässt, auch nach der gesellschaftlichen Funktion von Kunst und nach der Rolle des Künstlers" (/100)

"Die jungen Chinesen wollen global mitmischen. Sie beherrschen unsere Diskurse und kritisieren unsere Kunst auf intelligente Weise, interessanter als nur vordergründige Kritik am eigenen System" (3sat kulturzeit)

Es gibt wohl kaum einen für diese Aufgabe besser geeigneten Kurator als Andreas Schmid, der bereits 1993 mit "China Avantgarde" im Haus der Kulturen der Welt eine der ersten bahnbrechenden China-Ausstellungen in Europa mitorganisierte ...  sehenswerte Ausstellung" (art)

"In contrast to the common western notion that China is somewhat a ‘monolithic state apparatus’ (hello Ai WeiWei) comes the current show ‘The 8 of Paths’. A group show by 23 artists living and working in Beijing, the exhibition focuses on China’s emerging perceptions of individuality and how this plays a part in Beijing’s contemporary art scene" (artberlin)

"Um einen fundierten Einblick in die Vielfalt der Kunstszene Beijings zu erhalten, abseits der Konzentration, vielleicht auch Reduktion aus westlicher Sicht auf das Werk von Ai Weiwei, sind “Die 8 der Wege” nicht nur eine Option, sie sind ein MUSS" (art-in-berlin.de)

„Alle Kunstwerke tragen eine gesellschaftliche Kritik in sich in der Berliner Morgenpost“ (Berliner Morgenpost)

“Erstaunliche Großschau" (Berliner Zeitung)

“Längst sind die globalen Diskurse bei Pekings Künstlern angekommen, auch wenn sie sich nicht immer so direkt äußern wie Ai Weiwei ... Über Bande spielen” sei häufig die Taktik. In den Berliner Uferhallen sind nun reichlich Beispiele zu sehen. „Doch während man bei Ai längst weiß, was zu erwarten ist, bietet diese Ausstellung noch Überraschungen: Momentaufnahmen in einer Zeit, in der zwischen Unterdrückung und künstlerischer Anarchie fast alles passieren kann“ (Deutsche Welle)

"Gibt es jenseits von Ai Weiwei eine freie Kunst in China?", fragt die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrem Feuilleton-Aufmacher und führt kritisch an: "Man fragt sich, wie die Schau, die ja interessante, entdeckenswerte Künstler zeigt, geworden wäre, wenn sie nicht im Magnetfeld der Feierlichkeiten zu zwanzig Jahren Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Peking hätte stattfinden müssen"

"Diese 8 der künstlerischen Wege in den Weddinger Uferhallen sind nicht geradlinig, gar politisch konfrontativ – vielmehr suchen die jungen Künstler ihre eigenen Wege, die vieldeutig und mit feinem Witz von Peking und seiner jungen Kunstszene erzählen" (inforadio)

Skal Ai Weiwei dø? En ny generation af kinesiske kunstnere sætter nye standarder for kinesisk samtidskunst. Det cementeres med udstilling i Berlin, der sprudler af kunstnerisk overskud og imponerer værk for værk (Information, Dänemark)

"Ein exzellenter Einblick in die Kunstmarkt-Metropole … Diese 23 Künstler haben zu ihren westlichen Kollegen längst aufgeschlossen, ohne mit ihnen zu rivalisieren. Souverän jonglieren sie mit Versatzstücken aus allen Himmelsrichtungen; das macht ihnen hierzulande keiner nach. Beim Entschlüsseln mehr oder minder opaker Einflüsse und Anspielungen hilft der Katalog" (kunstundfilm.de)

"Die hier gezeigten Arbeiten (sind) thematisch und formal unkonventionell, unbekümmert um Kuratorendiskurse und weit weg sowohl von klassischen chinesischen Kunsttraditionen als auch vom Geschmack der neureichen Kunstkundschaft" (Kunstforum international)

The curators visited a total of over 50 studios in Beijing, and a group of several local experts also provided additional advice and assistance. The result of their diversified efforts is also the most important aspect of the show for its German audience: the chance to rediscover a diverse field of contemporary Chinese art production, which for some years now has been only identified with the name Ai Weiwei. (LEAP)

Ganzheitlicher Blick auf die chinesische Gegenwartskunst (Mit Vergnügen Blog)

"Die 8 der Wege gestattet einen Einblick in das lebendige Kunstlaboratorium
Pekings" (Neues Deutschland)

"Viele hätten sich gewünscht, dass sich die Künstler in dieser Ausstellung entschiedener für die individuelle Freiheit positionieren. Allerdings ist es oft aufschlussreicher, sich die Ambilvalenz als einzige Möglichkeit zu vergenwärtigen, heikle Themen überhaupt zur Sprache zu brinben. Die Frage, wie hart und explizit man mit der politischen Gegenwart Chinas ins Gericht gehen kann, ohne ernsthaft Konsequenzen fürchten zu müssen, ist wahrscheinlich das Leitmotiv dieser Ausstellung" (Süddeutsche Zeitung)

"Die Werke zeigen eine Experimentierlust und eine schulterzuckende Gleichgültigkeit gegenüber stilistischer und methodischer Kohärenz, die man westlichen Kunsthochschulabsolventen kaum durchgehen lassen würde ... Sehenswert, geistreich, kritisch, unterhaltsam" (Tagesspiegel)

"In den Uferhallen wird eine Szene aus Peking vorgestellt, die sich der globalisierten Kunstwelt unkonventionell nähert ... großartige Ausstellung" (taz)

„Alle, die nach größten Erwartungen und entsprechender Vorfreude auf Ai Weiweis Ausstellung im Martin-Gropius-Bau nun doch beklagen, Ai Weiwei habe immer nur die gleichen Themen, sollten ihn als Ausnahme-Künstler nicht mit der Erwartung überfrachten, er möge uns alles in und aus und mit China erklären. Lieber sollte man seinen Blick weiten auf andere, jüngere Künstler mit weiter gestreuten Positionen“ (tip)

"Dass manches dabei auf den ersten Blick sehr vertraut erscheint, sollte nicht zu sehr verblüffen: Natürlich hat auch die chinesische Jugend ähnliche Kinofilme oder ähnliche Kunst wie wir gesehen, die dann aber eben doch chinesisch interpretiert wird. „Das Gesellschaftliche ist selbstverständlich in den Arbeiten enthalten, auch wenn man das nicht vor sich herträgt“, betont Kurator Schmid. Wenn sich He mit seiner Ai-Weiwei-Skulptur an einem französischen Maler, aber eben auch an dem im Westen erfolgreichsten chinesischen Künstler abarbeitet, gibt uns das Anknüpfungspunkte, die nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, dass es auf den zweiten und dritten Blick eben doch Kultur-unterschiede zu entdecken gilt – auf unendlich vielen Wegen. Ein Glück!" (tip-berlin.de)

Co-Kurator Thomas Eller war mit den KünstlerInnen Fang Lu und Colin Chinnery zu Gast bei Flux FM

Interview mit Kurator Thomas Eller zur Ausstellung auf Deutschlandradio Kultur, Gespräch mit Kurator Andreas Schmid zur Lage der chinesischen Künstler nach ´89 (Deutschlandradio Kultur).

Die große Uferhalle in Wedding wirkt unverstellt, und die Kunst hat Luft zum Atmen (zitty)

Screen shot der Website, Gestaltung: Studio Krimm, Redaktion: Achim Klapp