Berliner Künstlerprogramm des DAAD

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Mit einem Festakt und einem begleitenden Festival feierte das Berliner Künstlerprogramm des DAAD im Dezember 2013 sein 50-jährigen Bestehen (mehr Informationen). Das Programm gilt als eines der international renommiertesten Stipendienprogramme für Künstlerinnen und Künstler in den Sparten Bildende Kunst, Film, Literatur und Musik. 1963 von der Ford Foundation begründet, führt der DAAD das Berliner Künstlerprogramm seit 1965 in eigener Regie und mit Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Landes Berlin fort. Jährlich werden rund 20 Stipendien für einen zumeist einjährigen Arbeitsaufenthalt in Berlin an Künstler aus aller Welt vergeben.

Von Beginn an definierte sich das Berliner Künstlerprogramm als ein Forum des künstlerischen Dialoges, der die kulturregionalen und allemal die politischen Grenzen überschreitet. Wirksam und lebendig wird dieses Forum durch die Arbeiten und die Präsenz der Künstler in der Stadt, durch die jährlich rund 100 Veranstaltungen, die das Programm gemeinsam mit seinen Gästen in Berlin und andernorts durchführt, und nicht zuletzt durch die international zusammengesetzten Jurys der vier Sparten, die über die Stipendienverleihungen entscheiden. Nicht nur in Berlin werden so seit nunmehr 50 Jahren Positionen künstlerischer Avantgarde auf internationalem Niveau vermittelt, die einen Diskurs anstoßen im Ästhetischen wie im Politischen.

Die Namen der über 1.000 Gäste, die bislang über das Berliner Künstlerprogramm des DAAD die Stadt besucht haben, belegen seinen Qualitätsanspruch. Gäste waren u.a. Marina Abramović, Ingeborg Bachmann, John Cage, Jeffrey Eugenides, Asghar Farhadi, Morton Feldman, Bill Fontana, Richard Ford, Carlos Fuentes, Cyprien Gaillard, Nan Goldin, Douglas Gordon, Duane Hanson, Mona Hatoum, Hans Werner Henze, Damien Hirst, Jim Jarmusch, Ilya Kabakov, Imre Kertész, Jannis Kounelli, György Ligeti, Arnout Mik, Luigi Nono, Arvo Pärt, Nam June Paik, Pipilotti Rist, Anri Sala, Susan Sontag, Igor Strawinski, István Szabó, Andrej Tarkowski, Bela Tarr, Mario Vargas Llosa, Mark Wallinger, Lawrence Weiner, Christopher Wool, Liao Yiwu und Akram Zaatari. (Text: Website Berliner Künstlerprogramm des DAAD)

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Auswahl neben dem Jubiläum betreuter Ausstellungen, Lesungen, Festvals und Konzerte des Programms: Chitti Kasemkitvatana, Last Sighting, Antjie Krog im HAU1, Stephen Willats, Festival mikromusik Villa Elisabeth (2014 und 2015), James Richards, Serhij Zhadan, Mykola Ridnyi „Blind Spot“, Sheela Gowda, The Ukrainians, Steven Pippin, Theo Esthetu, Judy Radul, N S Harsha, Inseldasein, Israel Martinez, Boris Filanowsky, Øyvind Torvund, Carolina Caycedo

Pressestimmen (Auswahl)

B2: Beitrag im Kulturjournal (Beitrag anhören)

Berliner Zeitung: Das beliebte Berliner Künstlerprogramm des DAAD wird 50 und feiert den fruchtbaren künstlerischen Austausch mit der Welt und deren großen Künstlern, die hier Spuren hinterließen, nicht mit einer feuchtfröhlichen Party, sondern mit einem nachdenklich- kunstreichen Rückblick mit Ausblick.

Der Tagesspiegel: Als 1961 die Mauer errichtet wurde, erschütterte das auch das kulturelle Leben West- Berlins. Wie konnte man Kreative in die Stadt holen? Der Deutsche Akademische Austauschdienst hatte eine Idee: Stipendien an Künstler, Literaten und Filmemacher zu vergeben. Seit 1963 kamen und kommen auf diese Weise hunderte Kulturschaffende in die Stadt, einige blieben. Hier erinnern sich ausgewählte Stipendiaten an ihre Zeit (Artikel lesen)

Der Tagesspiegel: So grundsätzlich sich die Lage seit 1989 gewandelt hat, die Bedeutung des BKP liegt gerade darin, dass es als ein kultureller Arm der politischen Diplomatie diese Entwicklungen bis in die jüngste Gegenwart hellwach begleitet. Es hat, und das trifft auch für die entgrenzte Welt nach dem Kalten Krieg zu, ihre Protagonisten zu Zeiten eingeladen, als sie hierzulande noch kaum einer kannte. Es hat die kulturellen Schneisen, die sie schlugen, so verstetigt, dass sie nicht mehr zuwachsen können, und es reflektiert sie in einer Vielzahl öffentlicher Veranstaltungen (Artikel lesen)

Deutschlandradio Kultur: Die Liste liest sich wie ein "Who is Who" der Kunst- und Kulturszene: Peter Handke, Igor Strawinski, Nam June Paik und Damien Hirst - sie alle waren Gäste des des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Jetzt wird das so renommierte wie engagierte Künstlerprogramm 50 Jahre alt (Beitrag anhören)

Deutschlandradio Kultur: "Ein Jahr Freiheit": 50 Jahre DAAD-Künstlerprogramm – Interview mit Katharina Narbutovic, Leiterin des Künstlerprogramms und Musiker David Moss (Interview anhören)

Deutschlandradio Kultur: Beitrag von Carsten Probst und Barbara Wahlster zum Jubiläum (Beitrag anhören)

Deutschlandradio Kultur: Mit einem Lächeln bittet Clara Iannotta herein. Seit fast einem Jahr lebt die junge Italienerin in einer geräumigen, zweistöckigen Atelierwohnung, die sich etwas abseits der Hauptstraße in einem Hinterhof in Berlin-Moabit befindet. Es ist zum Glück sehr schön still hier, sagt die 30-Jährige. Denn Stille ist wichtig für ihre Arbeit (Reportage anhören)

Deutsche Welle: "Wie die Kunst nach Berlin kam - und blieb": Jeder der Künstler tritt hier in seinen ganz eigenen Austausch mit der Stadt und gibt immer auch etwas zurück. So profitieren beide Seiten - und das seit mehr als 50 Jahren

Frieze: Wie sieht eine gute Stipendiatenwohnung aus? Die Frage stellt sich anlässlich des 50. Geburtstags des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in diesem September. Über 1000 Künstler, Schriftsteller, Filmemacher und Musiker hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) seit 1963 für jeweils ein Jahr nach Berlin geholt, erst in den Westteil, dann in die wieder­vereinte Stadt (Artikel lesen)

monopol: „Be Berlin“, so lautet der Slogan, mit dem das hauptstädtische Stadtmarketing zu punkten versucht. „Sei Berlin!“ – das Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) macht es seit genau 50 Jahren möglich, dass ausländische Schriftsteller, Komponisten und bildende Künstler wie Damián Ortega oder Stephen Wilks dieser Aufforderung nachkommen und in der großstädtischsten Großstadt Deutschlands monatelang leben können. Noch unbekannte Künstler wie Damien Hirst oder Christopher Wool konnten dank der Einrichtung in der Stadt arbeiten und ausstellen – und das war für die Künstler genauso ertragreich wie für die Stadt.

NPR: It's rare that a concept for bringing new developments culturally to a city lives and develops and changes over 50 years, and is still bringing in young, fresh, unknown, known artists from all over the world

NZZ: Was bedeutet das Berliner Künstlerprogramm für Berlin? Für Kulturschaffende ist längst nicht mehr New York oder Paris «the place to be», sondern Berlin. Es lässt sich schwer bemessen, welchen Anteil das Stipendienprogramm daran hat, dass Berlin nicht nur im Sinne der «grossen Häuser» eine Kulturmetropole ist, sondern auch aus Sicht der Kulturschaffenden. Nicht selten indes verlegen Stipendiaten nach Ablauf des DAAD-Jahres ihren Wohnsitz nach Berlin ... Dank dem DAAD haben an die tausend Künstlerinnen, Musiker, Schriftstellerinnen und Regisseure ein Jahr ihres Lebens in Berlin verbracht. Und eine Stadt, in der sich viele Künstler zu Hause fühlen, darf von sich behaupten, das Gegenteil von Provinz zu sein.

rbb: "Jim Jarmusch im VW-Bus in SO 36"– Interview mit Katharina Narbutovič (lesen)

Süddeutsche Zeitung: Ein WG-Zimmer in Neukölln beziehen und sich morgens um fünf bei seinem Dealer als Künstler ausgeben kann jeder. Eine Wohnung in den grünen Vierteln Westberlins, eine Ausstellungsfläche in der Zimmerstraße in Berlin-Mitte, Zugang zu einem schier unerschöpflichen Reservoir zugewandter Intellektueller, die nicht genug davon bekommen können, Künstlern beim Künstler-sein zuzuschauen, und die Möglichkeit, mit den einflussreichsten Köpfen der Hauptstadt zu Abend zu essen – das bekommt man nur hier. Für die meisten Stipendiaten ist der Aufenthalt in Berlin der erste Versuch, gleichzeitig Künstler und Bourgeois zu sein.

taz: Gerade feiert das Berliner Künstlerprogramm sein 50-Jähriges. Als ich Mitte der 80er Jahre in Berlin als Kunstkritikerin zu arbeiten begann, war die DAAD-Galerie eine wichtige Adresse für mich als Neuberlinerin und blieb es auch ... Die Zeitungsseiten, auf denen ich darüber schrieb, sind schon ganz vergilbt in meinem Ordner alter Rezensionen. Beim Blättern merke ich, dass mir viele der DAAD-Stipendiaten auch gerade deshalb in Erinnerung blieben, weil ihre Arbeit sich mit anderen Entwicklungen verschränkte und sie mein Interesse in eine neue Richtung lenkten. Später war von den dort erstmals ausgestellten Künstlern in anderen Institutionen, wie der Akademie der Künste etwa, mehr zu sehen (Artikel lesen)

taz: Dass sie beim DAAD die Nachfolge legendärer Figuren wie Joachim Sartorius antrat, focht Narbutovic nicht an. Die schmale Frau mit den dunkelblonden Haaren ist ein Glücksfall im bundesdeutschen Kulturbetrieb: Sie ist extrem uneitel und extrem belesen, extrem effizient und extreme innovativ. Sie kennt sich in organisatorischen Spitzfindigkeiten genauso aus wie in intellektuellen Diskursen. Ihrem Gegenüber schenkt sie größtmögliche Aufmerksamkeit - ohne sich je anzubiedern oder aufzutrumpfen (Artikel lesen)

Jubiläumsfestival, 6./7. Dezember 2013, Akademie der Künste, Berlin, alle Fotos @ Kai Bienert
Ausstellung "The Ukrainians", daadgalerie, 2014, Foto © Krzysztof Zielinski
Vorhang auf ..., September 2014, Hamburger Bahnhof, Berlin, Foto © Krzysztof Zielinski
mikromusik Festival, September 2014, Villa Elisabeth, St. Elisabeth Kirche, ACUD, Berlin, alle Fotos @ Kai Bienert
In einem Blog wurden 50 ausgewählte Künstlerinnen und Künstler des Programms stellvertretend für die über 1000 Gäste der vergangenen 50 Jahre vorgestellt

50 out of 1000: Marie Losier from Berliner Künstlerprogramm on Vimeo.

50 out of 1000: Aernout Mik from Berliner Künstlerprogramm on Vimeo.

50 out of 1000: Michèle Métail from Berliner Künstlerprogramm on Vimeo.

50 out of 1000: Lars Gustafsson from Berliner Künstlerprogramm on Vimeo.