Künste im Exil

PR für den Online-Gang der virtuellen Ausstellung „Künste im Exil“: Klassische Presserabeit, Online PR, Pressetexte, Organisation der Pressetermine und der Pressekonferenz (2013/14)

»Menschen fallen aus Deutschland«, so überschrieb die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem sie ein Museum des Exils forderte. Exil und Emigration sind Themen von großer gesellschaftlicher Brisanz, gehören doch die NS-Diktatur und der damit verbundene Exodus zur Geschichte und Identität Deutschlands. Das Thema „Künste im Exil“ ist dabei von großer Bedeutung, waren es doch Tausende Schriftsteller sowie Künstler aus den Bereichen Theater, Film, Fotografie, Tanz, Musik und Bildende Kunst, die Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtübernahme verlassen mussten.

Obwohl es in Deutschland immer wieder und an unterschiedlichen Orten Ausstellungen zum Thema Exil gibt, fehlte eine feste institutionelle Verankerung. Die virtuelle Ausstellung „Künste im Exil“ unter Federführung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt a. M. in Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und anderen einschlägigen Sammlungen hat hier eine notwendige Stabilisierung geschaffen. Die Website bietet eine moderne, verschiedene Facetten umfassende Aufbereitung des Themas „Künste im Exil“. Im Herbst 2013 wurden die ersten Module der virtuellen Ausstellung „Künste im Exil“  freigeschaltet, seit Februar ist auch die englischsprachige Version online.

Anlässlich des 130. Geburtstags von Max Beckmann widmet „Künste im Exil“ dem Künstler seit Februar 2014 eine virtuelle Sonderausstellung. Sie ist die erste thematische Sonderschau des Netzprojekts, das unter der Federführung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek bis Ende 2014 erarbeitet wird.

www.kuenste-im-exil.de
www.kuenste-im-exil.de/KIE/Content/DE/Personen/beckmann-max.html
www.arts-in-exile.de

Die Website unter der Federführung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek wurde am 18. September 2013 im Bundeskanzleramt von Kulturstaaatsminister Neumann freigeschaltet. Seit Februar online: Die erste Sonderausstellung des Projekts.
Unter den Gästen: Nobelpreisträgerin Herta Müller und Friedenspreisträger Liao Yiwu (Fotos © Sebastian Bolesch)