Odious

PR für Ausstellung: Klassische Pressearbeit, Pressekonferenz, Pressetermine, Pressetexte, Beratung Werbung (2012)

ODIOUS – Die Bildhauergruppe, 3. Juni – 19. August 2012, Georg Kolbe Museum, Berlin

Vor genau dreißig Jahren formierte sich 1982 an der Berliner Hochschule der Künste die weltweit erste Vereinigung von ausschließlich plastisch arbeitenden Künstlern. Es waren abstrakt arbeitende Stahlbildhauer, die sich vorwiegend aus den Klassen von Bernhard Heiliger und David Evison rekrutierten. ODIOUS, wie sich die Gruppe mit selbstironischen Verweis auf die Widerständigkeit ihrer Materialien und Produktionsmethoden nannte, wurde in der westdeutschen Kunstszene schlagartig bekannt; ein Erfolg, der unter anderem durch den Kritiker Heinz Ohff sowie den Gründer der Berlinischen Galerie, Eberhard Roters, wesentlich befördert wurde.

Ihr Material besorgten sich die Künstler auf den Schrottplätzen der ummauerten Stadt und revitalisierten eine vorwiegend angloamerikanische Tradition der abstrakten Stahlskulptur wie sie von David Smith, Anthony Caro, Alexander Calder bis hin zu Philip King reicht, der 1979/80 eine Gastprofessur an der HdK ausübte und bei dem auch einige der Gruppenmitglieder studiert hatten.

ODIOUS galt in ihrer Zeit als skulpturaler Gegenentwurf zur figurativen, subjektbetonten Malerei der „Jungen Wilden“, mit der Berlin in den 1980er Jahren vor allem verbunden wurde. Nach der Wiedervereinigung löste sich die Gruppe weitgehend auf. Die Ausstellung  im Georg-Kolbe-Museum konzentriert sich auf die Jahre 1982 bis 1989, auch im Sinne der Historisierung eines Phänomens, doch beleuchtet sie gleichermaßen das gegenwärtige Schaffen ihrer Mitglieder. Zur Gruppe ODIOUS zählten Gisela von Bruchhausen (*1940), Klaus Duschat (*1955), Klaus H. Hartmann (*1955), Gustav Reinhardt (*1950), Hartmut Stielow (*1957) und David Lee Thompson (*1951)

Weitere Informationen: www.georg-kolbe-museum.de, www.facebook.com/GeorgKolbeMuseum

Stahlskulpturen von David Lee Thompson (rechts) und Klaus Duschat (links) vor dem Atelier der Gruppe ODIOUS am Humboldthafen, Berlin 1988, Foto @ Peter Fischer-Piel

Berliner Morgenpost: Eine sehenswerte Schau ... lässt jüngere Künstler alt aussehen

Der Tagesspiegel
: Gibt es Berliner Kunst? Die Großausstellung „Based in Berlin“ versuchte im letzten Sommer eine Bestandsaufnahme, kürzlich legte das Künstlerhaus Bethanien mit „Berlin. Status“ nach. Beide Präsentationen waren so zerfasert und globalisiert wie die Stadt nun mal ist. Da hat es das Georg-Kolbe-Museum leichter. Es würdigt mit seiner Retrospektive der Bildhauergruppe Odious sechs Künstler als historisches West-Berliner Phänomen.

der Freitag: 
Jubiläen kann man in der Pfeife rauchen. Manchmal sind sie aber auch ein willkommener Anlass, um Altes aus der Mottenkiste zu holen und neu zu bewerten wie im Fall einer Ausstellung im Georg-Kolbe-Museum über eine Bildhauergruppe aus den achtziger Jahren.

Globe: Die Arbeiten der Gruppe ODIOUS wurden im Berlin der 1980er Jahre als skulpturaler Gegenentwurf zur Malerei der “Jungen Wilden” und ihren figurativen Gemälden gesehen, auf denen Figuren die Hauptrolle spielten. So positionieren sich die schweren Granitblöcke und rostigen Stahlträger von Hartmut Stielow in einen Zusammenspiel ihrer Kräfte, die ausgeschnittenen Stahl-Reliefs der Künstlerin Gisela von Bruchhausen scheinen federleicht über dem Boden zu schweben und David Lee Thompson baut spielerische Assemblagen aus Rohren, Gitterblechen und Platten.

monopol-magazin.de: Odious galt in ihrer Zeit als skulpturaler Gegenentwurf zur figurativen, subjektbetonten Malerei der „Jungen Wilden“, mit der Berlin in den 1980er Jahren vor allem verbunden wurde.

rbb kulturradio: Wie Hässliches schön wird - Werke der Berliner Bildhauer

zitty: Schon der Name sorgte für Aufmerksamkeit: "Odious", englisch für "hässlich", nannte sich eine Künstlergruppe, die sich vor genau 30 Jahren an der Berliner Hochschule der Künste gründete und in der westdeutschen Kunstszene schlagartig bekannt wurde.

Bildhauergruppe ODIOUS vor ihrem Atelier am Humboldthafen, Berlin 1987, v.l.n.r: David Lee Thompson, Klaus H. Hartmann, Klaus Duschat, Gisela von Bruchhausen, Hartmut Stielow, Gustav Reinhardt, Foto © Peter Fischer-Piel