Lichtgefüge

PR und Marketing für Ausstellungsprojekt: Klassische Pressearbeit, Pressetexte (2011)

Obgleich interdisziplinäre Untersuchungen des Lichts vorliegen, galt bisher vor allem die Zentralperspektive als signifikanter Schnittpunkt von Kunst und Naturphilosophie. Das Forschungsvorhaben "Historische Lichtgefüge" widmet sich nun mit einem kommentierten Rundgang, einer Tagung und einer großen Ausstellung dem Licht als Paradigma von Malerei und Naturphilosophie.

Im März 2011 wird mittels Schrifttafeln ein kommentierender Rundgang durch Teile der bestehenden Sammlung der Gemäldegalerie Berlin eingerichtet. Der "Lichtparcours" wird ein neues Licht auf bekannte Gemälde werfen. Der Rundgang konzentriert sich dabei auf das 17. Jahrhundert, eine Zeit, in der die zentralperspektivisch orientierte Malerei der Renaissance durch eine Helldunkelmalerei (Rembrandt, Vermeer) abgelöst wurde, die Gegenstandsbestimmungen und Raumevokationen durch Kontraste und feine Abstufungen schafft - eine wichtige Entwicklung auch in Hinsicht auf unsere gegenwärtigen Bildmedien. Im Anschluss an den Parcours  findet eine interdisziplinär besetzte Tagung im Kunstgewerbemuseum Berlin statt (31. 3. – 2. 4. 2011). Thematik der Tagung: Die Entwicklung einer völlig neuen Darstellungsform in der Malerei, die seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert mit dem Kompositum clairobscure bezeichnet wurde und die parallel auftretenden Lichtkonzeptionen in Naturphilosophie und Literatur. Die Ausstellung „Lichtgefüge“ im Kasseler Schloss Wilhelmshöhe (November 2011 – Januar 2012) zeigt diejenigen Tendenzen der wissenschaftlichen und bildkünstlerischen Lichtkonzepte thematisiert und anschaulich gemacht werden, die historische Konsequenzen für die Lichtkultur bis auf die Gegenwart haben.

Website Projekt Historisches Lichgefüge

Website Gemäldegalerie Berlin