Die iranische Moderne

PR für Kulturprogramm des Goethe-Instituts: Klassische Pressearbeit, Online PR, Social Media PR (2016/17)

Das Kulturprogramm „Die iranische Moderne” präsentiert ein überraschendes Bild der zeitgenössischen iranischen Kulturszene und schafft Räume der kulturellen Zusammenarbeit: Drei Monate lang geben iranische und deutsche Philosophen, Künstlerinnen und Kulturschaffende in Vorträgen, Lesungen und Konzerten Einblicke in die iranische Kunst-, Musik- und Literaturszene. Das Kulturprogramm will eine nuancierte, kulturell vielfältige Lesart des zeitgenössischen Irans zeigen und spürt der Suche nach der iranischen Moderne in Philosophie, Musik, Bildender Kunst und Literatur nach.

Das vom Goethe-Institut in enger Kooperation mit dem CTM-Festival, dem Literarischen Colloquium Berlin, der Freien Universität Berlin und weiteren Partnern konzipierte und durch das Auswärtige Amt geförderte Kulturprogramm will ein überraschendes Bild der zeitgenössischen iranischen Kulturszene zeigen und Räume der kulturellen Zusammenarbeit schaffen. Neben philosophischen Diskursen werden Positionen zur aktuellen Situation in der Kunst-, Musik- und Literaturszene des Irans beleuchtet.

Was versteht man unter der „iranischen Moderne“? Welche Widersprüche sind mit ihr verknüpft? Diesen Fragen gehen die iranischen Philosophen Meysam Sefidkhosh und Hossein Mesbahian am 7. Dezember in der Diskussion „Philosophical Discourse and Modernity. Current Positions from Iran“ im Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin nach. Sie setzen sich mit dem Begriff und der Narration der Moderne im philosophischen Diskurs des Irans auseinander.

Bedeutende Ausstellungen und Publikationen, hohe Preise auf internationalen Auktionen: Bildende Kunst aus dem Iran erfährt seit einigen Jahren enorme Aufmerksamkeit. In der Gesprächsreihe „Art as a Social Mirror“ berichten iranische Kuratorinnen und Künstler in der Akademie der Künste von den Bedingungen, unter denen sie im Iran arbeiten, und wie sich westliche Klischees über den Iran auf ihre Kunst auswirken. Mit dabei sind unter anderem Fereydoun Ave, Maler und zentrale Figur der iranischen Kunstszene, und Anahita Ghabaian, Leiterin der „Silk Road Art Gallery“.

Im Rahmen des CTM-Festivals wird Ata ‚Sote‘ Ebtekar mit dem audiovisuellen Komponisten Tarik Barri und den Instrumentalisten Arash Bolouri und Behrouz Pashaei zusammenarbeiten. Ihre Verschmelzung von elektronischen Klängen mit traditionellen akustischen Instrumenten verspricht eine „persische Techno-Apokalypse“. Siavash Amini und 9T Antiope sind als weitere Vertreter der pulsierenden Szene der experimentellen Klangkunst Teherans eingeladen. Ihre Sounds kann man am 1. Februar 2017 im Hebbel am Ufer (HAU1) hören. Mehdi Saki und seine Band Kamakan stammen aus dem Süden Irans, sie gehören zur arabischsprachigen Gruppe der Iraner. Mit persischen, afrikanischen und arabischen Klängen bringen sie am 28. Januar 2017 das Weddinger „Silent Green“ zum Tanzen.
Literatur der Ferne und der Heimat

Iranische Schriftstellerinnen und Schriftsteller kommen im Rahmen des Kulturprogramms in Berlin zusammen, um mit ihrem Publikum über Themen der Ferne und Heimat zu diskutieren. So wird der iranische Autor Mahmud Doulatabadi im Gespräch mit Iris Radisch (DIE ZEIT) am 18. Februar 2017 in „Fremdheitsgefühle“ in der Schaubühne Berlin über seinen neuen Erzählband sowie über Flucht und Migration sprechen. Er hat wie kein anderer Schriftsteller die moderne iranische Literatur geprägt, dennoch steht ein Großteil seiner Bücher auf dem Index. In Deutschland weithin unbekannte Schriftstellerinnen wie Nasim Marashi oder Nahid Tabatabai werden ihre literarischen Werke vorstellen und über ihr Leben als Autorinnen in der iranischen Hauptstadt berichten.

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Foto: Mohammad Ghazali