Christian Jankowski

Pressearbeit für Ausstellung: Klassiche Pressearbeit, Marketing, Social Media

Christian Jankowski, Die Legende des Künstler und andere Baustellen, 15.9 - 20.11.2016, Haus am Lützowplatz

Am 10. Juni eröffnete die von Christian Jankowski kuratierte Manifesta 11 in Zürich. Drei Monate später präsentiert das Haus am Lützowplatz (HaL) vom 15. September bis 20. November 2016 die zweite institutionelle Einzelausstellung von Christian Jankowski in Deutschland. 2008 waren zuletzt Arbeiten von Christian Jankowski im Kunstmuseum Stuttgart zu sehen.

Im Zentrum der Ausstellung steht eine neu produzierte Video-Installation von Christian Jankowski, die sich mit der Künstlichkeit von Legendenbildung befasst. Jankowski faszinieren die Unschärfen geschichtlicher Rekonstruktion im Reenactment-Format zeitgenössischer History-Sendungen. Begleitet wird der Film in den Räumen des HaL durch großformatige Theaterbilder, die von Jankowski für das von Angela Richter am Schauspiel Köln inszenierte Stück „Kippenberger! – Ein Exzess des Moments” entworfen wurden.
 
Als zweite Arbeit zeigt die Ausstellung des Künstlers „Große Geste“ auf der Aussenfassade des HaL. Die farbigen Schriftzüge aus Aluminium wurden von Jankowski als Beitrag für den Kunst-am-Bau-Wettbewerb des BER-Flughafens entwickelt. Sie beziehen sich auf Slogans aus einem umfangreichen Dossier einer privaten, vom Bauherren beauftragten Agentur, das den eingeladenen Künstlern des Wettbewerbs zur Verfügung gestellt wurde und in dem die vorgesehenen Orte der Werke und die Funktion der erwünschten Kunst mit Sätzen wie „Ein wichtiger visueller und emotionaler Bezugspunkt“ oder „Die Kunst soll an dieser Stelle ein Zeichen setzen“ markiert waren.
 
Sowohl der mit der Ausstellung gleichnamige Film als auch die „Große Geste“ an der Fassade des Hauses unterlaufen die herkömmlichen Rezeptionsgewohnheiten von institutionell vermittelter Kunst. Beide Arbeiten verweisen auf die größeren Zusammenhänge von geschichtlicher Konstruktion und der gesellschaftspolitischen Aneignung von Kunst. Der öffentliche Raum, wie er an der Fassade des Hauses durch die ins Leere laufenden Slogans in seiner Wirkungsmächtigkeit ironisch beschwört wird, findet im Inneren sein Spiegelbild durch die Nach-Inszenierung einer dramatischen Künstlerlegende und unserem durch die Medien vereinnahmten Bewusstsein.

www.hal-berlin.de
facebook.com/HaL.Berlin

Ausstellungsansichten Eröffnung © Sebastian Bolesch

Pressestimmen (Auswahl):

Berliner Morgenpost: Im Zentrum der Schau steht ein Filmprojekt im Biopic-Format – in einer Art Guido-Knopps-"History"-Format. Gedreht wurden die Kippenberger -Szenen in eben den ausgestellten Bühnenbildern. Dabei sind Schauspieler der Kölner Inszenierung und Jankowski selbst, der ehemalige Paris-Bar-Besitzer Michel Würthle und Großsammlerin Julia Stoschek in Schwarzwälder Tracht. 30 Minuten ist der Film lang und unbedingt sehenswert in seinem anarchischen, skurrilen Zugriff auf die Wirklichkeit. Doch wie war Kippenberger denn nun wirklich? Wir wandern noch einmal durch die großen Kulissen – und wissen nur: Das Leben besteht aus vielen verschiedenen Bildern. Das ewige Rollenspiel geht weiter. Martin Kippenberger jedenfalls hätte das Jankowski-Universum gefallen.

Berliner Zeitung: „Witzig, drastisch, berührend“

Deutschlandradio Kultur: Von Van Gogh bis zum BER: Christian Jankowski im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur

monopol: „In einer neuen Videoinstallation befasst sich Christian Jankowski mit der Künstlichkeit von Legendenbildung. Dabei hat sich der deutsche Künstler vor allem von Reenactment-Formaten zeitgenössischer History-Sendungen inspirieren lassen. Begleitet wird der Film in den Räumen des Berliner Hauses am Lützowplatz durch großformatige Theaterbilder, die Jankowski für das Stück "Kippenberger! – Ein Exzess des Moments" entwarf. “

rbb kulturradio: „Christian Jankowski spielt gern mit den Reaktionen von Menschen, bringt sie in unerwartete Rollen und Situationen und macht daraus Filme. Seine provokative und interaktive Arbeit hat ihm als ersten Einzelkünstler den Job als Kurator der Manifesta 2016 beschert. Am 14.9. eröffnet das Haus am Lützowplatz im Rahmen der Art Week Berlin eine Ausstellung mit seinen neuen Werken.“

Tagesspiegel: „„Spielerisch kluge Ausstellung ... Am Beispiel von Kippenberger hält er der Gesellschaft erneut den Spiegel vor ... unterhaltsam wie klug gemacht ... Was für Jankowski übrig bleibt? Ein Stück vom Ruhm der anderen, ein Bauteil für die eigene Legende – als Künstler, der die Techniken durchschaut und gewitzt vorführt.“

Tagesspiegel Extra: „Ein Glücksfall für den Kunstbetrieb“

Tagesspiegel Kunst: „Für ihn entsteht gute Kunst durch Überforderung, Zeitdruck, Zumutungen, Kontrollverlust“

taz: „Jankows­ki wäre aber nicht Jankowski, wenn er sich dafür nicht einen besonderen Dreh überlegt hätte. In der Schau arbeitet er sich an der Legende seines Künstlerkollegen Martin Kippenberger ab, an raumhohen, gemalten Kulissen vorbei zieht man wie durch Stationen von dessen Leben. Zum Einsatz kamen diese im Hauptwerk der Ausstellung, einem Biopic über Kippenberger, das als Trashversion eines Guido-Knopp-Formats durchgeht ... „Build your own legend“, empfiehlt der Moderator am Schluss. Nur zu!“

tip: „Christian Jankowski wagt sich an ein heikles Thema. "Die Legende des Künstlers und andere Baustellen" zerlegt den Mythos vom männlichen Künstler – am Beispiel eines Malers, der vielen in Berlin als unantastbar gilt: Martin Kippenberger. Die selbst gewählte Aufgabe bewältigt Jankowski mit Charme“

zitty: „Am Lützowplatz zerlegt Christian Jankowski den Mythos vom männlichen Künstler“

zitty.de: „Auf den ersten Blick scheint seine Berliner Schau eine humorvolle Dekonstruktion des Mythos’ vom männlichen Künstler zu sei, am Beispiel eines Malers, dessen Leben und Werk Legende sind, und der in Berlin, wo er lange wohnte, erst 2013 posthum eine Retrospektive in einem der Häuser der Nationalgalerie erhielt: am Beispiel Martin Kippenbergers, der 1997 in Wien starb ... Doch auf den zweiten Blick zeigt sich, dass die „Baustellen“-Schau nichts weniger ist, als eine Veranschaulichung der These, die Jankowski mit der Manifesta 11 in Zürich sehr sorgfältig erörtert hat. Sie bringt den allmählichen und diffizilen Veränderungen im Bild vom Künstler einmal auf einen Punkt.“