Grisebach

PR für Auktionshaus: Klassische Pressearbeit (seit 2016)

Mit 34 Millionen Euro erzielte Grisebach in vier Tagen bei den Jubiläumsauktionen im Herbst 2016 den höchsten Gesamtumsatz in der dreißigjährigen Geschichte des Hauses – und seit 1945 in Deutschland überhaupt. Allein in der Auktion „Ausgewählte Werke“ wurden Kunstwerke für insgesamt 21,6 Millionen Euro versteigert. An der Spitze steht Lyonel Feiningers „Gelbe Gasse“ von 1932, die nach minutenlangem Bietgefecht zwischen Bietern im Saal und an den Telefonen von einem unteren Schätzpreis von einer Million für € 3.525.000 einem Schweizer Bieter zugeschlagen wurde. Gefolgt von Max Beckmanns „Stilleben mit brennender Kerze“, das bei einer unteren Schätzung von € 700.000 nach langem Bieten für € 2.950.000 in eine amerikanische Privatsammlung verkauft werden konnte. Dies sind die beiden teuersten Kunstwerke, die bislang im Jahr 2016 in Deutschland versteigert wurden. Zuvor wurden drei bedeutende Gemälde von Emil Nolde in verschiedene deutsche Sammlungen verkauft: Zwei Blumenstillleben für jeweils € 985.000 in deutsche Privatsammlungen und ein fulminantes Meerbild von Nolde für € 1.225.000 an einen Sammler in Norddeutschland.

Der aktuelle Auktionszyklus sorgte auch für die bislang erfolgreichste Versteigerung in der Sparte „Zeitgenössische Kunst“. An der Spitze steht mit € 1.153.000 ein Joseph Beuys-Portrait von Andy Warhol. Käufer war ein Sammler in Hongkong. Insgesamt wurden 5,9 Millionen Euro inklusive der zeitgenössischen Graphik umgesetzt.

In den Frühjahrsauktionen 2016 bot Grisebach 1487 Gemälde, Photographien, Graphiken, Skulpturen und Objekte an. Die Werke verteilten sich auf sechs Bereiche in acht Katalogen: 19. Jahrhundert, Ausgewählte Werke, Moderne Kunst, Sammlung Adalbert und Thilda Colsman, Zeitgenössische Kunst, Photographie, ORANGERIE und Third Floor.

Die Gemälde von Emil Nolde, Otto Mueller und Adolph Menzel, die jeweils über eine Million EUR erzielten, markieren die Höhepunkte der Frühjahrsauktionen. Emil Noldes „Weiße Wolken“ von 1926 steht mit EUR 1,5 Millionen* (Schätzung EUR 1,2-1,5 Millionen) dabei preislich an der Spitze. Es stammt aus der Expressionisten-Sammlung von Adalbert und Thilda Colsman, die in einem Sonderkatalog gewürdigt und fast vollständig verkauft wurde. Kurz darauf erzielte mit EUR 1,225 Millionen Otto Muellers „Zwei Mädchen mit gegabeltem Baum“aus dem Jahre 1916. Erwerber war ein skandinavisches Museum. Damit wurde die Marktführerschaft von Grisebach im Bereich der Klassischen Moderne  unterstrichen. Dazu gehören auch die EUR 325.000 (Schätzung EUR 180-240.000), die von einem deutschen Privatsammler gegen deutsche und internationale Museen für das ikonische Männerbildnis des Kölners Anton Räderscheidt aus dem Jahre 1921 bezahlt wurden – ein Auktionsrekord für den Künstler.

Adolph Menzels Pastell „Emilie in roter Bluse“, das an die Erben von Rudolf Mosse restituiert worden war, wurde für EUR 1,05 Millionen, dem fast dreifachen Schätzpreis, an einen Schweizer Privatsammler verkauft. Bereits vor der Auktion war es Grisebach gelungen, Ludwig von Hofmanns Symbolbild „Frühlingssturm“ ebenfalls aus der Sammlung Mosse an einen privaten Mäzen zu vermitteln, der es dem Museum auf der Mathildenhöhe in Darmstadt zur Verfügung stellen wird. So erbrachte die Auktion „Kunst des 19. Jahrhunderts“ insgesamt EUR 3,1 Millionen und verdoppelte damit fast die mittlere Schätzung.

Insgesamt hatte Grisebach großen Erfolg mit Sammlungen, die dem Haus anvertraut wurden. Neben Werken aus den Sammlungen Colsman, Mosse sowie der Kollektion Eugen Roth verkaufte sich auch die Sammlung Klütsch mit konkreter deutscher Nachkriegskunst hervorragend. Bei einer mittleren Schätzung von EUR 170.000 erzielte die Sammlung einen Umsatz von über EUR 460.000, und dies mit hohen Zuschlägen für Werke von Günther Uecker, Klaus Staudt und Adolf Luther. An der Spitze der mit einem Bruttoumsatz von über EUR 3 Millionen sehr erfolgreichen Auktion „Zeitgenössische Kunst“ stand mit EUR 500.0000 ein Spätwerk des japanischen Malers Kazuo Shiraga, das in eine französische Privatsammlung wechselt. An der Spitze der sehrerfolgreichen deutschen Kunst der 1970er und 1980er Jahre sticht mit EUR 87.000 (Schätzung EUR 30.000 bis 40.000) ein Ziegel-Kaviarbild von Georg Herold hervor.