Sein.Antlitz.Körper.

PR für Ausstellungsreihe: Klassische Pressearbeit, Online- und Social Media PR, Redaktion Blog (2016)

SEIN.ANTLITZ.KÖRPER. ist der Titel einer elfteiligen Ausstellungsreihe, die von der Beauftragten für Kultur und Medien bei der Bundesregierung, Monika Grütters, aus dem Programm ‚Die Reformation und die Eine Welt‘, den Kirchen selbst sowie weiteren Partnerinnen und Partnern gefördert wird. SEIN.ANTLITZ.KÖRPER. umfasst elf Ausstellungsstationen: Neun Berliner Kirchen, darunter der Berliner Dom sowie die Stiftung Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum, beteiligen sich bis Dezember 2016 an dem Projekt. Den Projektauftakt machten am 13. März 2016 Ausstellungen und Interventionen im Berliner Dom und in St. Thomas von Aquin mit Arbeiten u.a. von Joseph Beuys, Leiko Ikemura, Richard Long, Micha Ullman, Ai Weiwei. Weitere Ausstellungen folgen über das gesamte Jahr verteilt. Zum Reformationstag am 31. Oktober 2016 ‚zieht‘ die Berliner Domgemeinde mit palästinensischen, israelischen und Berliner Künstlerinnen und Künstlern sowie der Schola der Berliner Dom-Kantorei in die Erlöserkirche nach Jerusalem.

SEIN. ANTLITZ. KÖRPER. schließt an die im vergangenen Jahr von Alexander Ochs kuratierte Schau DU SOLLST DIR (K)EIN BILD MACHEN im Berliner Dom mit mehr als 60.000 Besucherinnen und Besuchern an. Zeitgenössische Werke von Marina Abramović, Max Beckmann, Hans Arp, Lucio Fontana, Félix González-Torres und vielen anderen trafen hier auf christliche Artefakte aus dem 12. bis 16. Jahrhundert und warfen Fragen nach dem Verhältnis von Religion und Kunst auf. Nun versucht die neue Ausstellungsreihe einen Schritt weiter zu gehen. Die mit Werken von rund hundert Künstlerinnen und Künstlern besetzte Reihe wird, auch in Vorbereitung des Evangelischen Kirchentages 2017, auf alte Behauptungen neue Antworten suchen und (hoffentlich) geben.

www.sein-antlitz-koerper.de

Ausstellungsansicht Berliner Dom: Leiko Ikemura, Der Schrei, Terrakotta, Courtesy Leiko Ikemura, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Foto Marcus Schneider
Ausstellungsansicht Berliner Dom: Young Hay, Bonjour Young Hay! (After Courbet), 1998, Palast der Republik, vorne: Gregor Gaida, Der Dornauszieher, beide Courtesy Privatsammlung Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Foto Marcus Schneider
Ausstellungsansicht St. Thomas von Aquin: Richard Long, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Foto Marcus Schneider
Ausstellungsansicht St. Marien: Anna und Bernhard Johannes Blume, Kreuzweg, 2011, Courtesy KULTUMdepot Graz, aus: IRREALIGIOUS! Parallelwelt Religion in der Kunst (2011/12), © VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Foto: Marcus Schneider
Ausstellungsansicht St. Marien: Marta Deskur, Fanshon II, 2003, Courtesy Privatsammlung Berlin, Alexandra Ranner, ohne Titel (Haus II), Courtesy of the Artist, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Foto: Marcus Schneider
Installation von Tatzu Nishi um das Lutherdenkmal in Eisenach (Fotos: Uwe Gaasch)

Pressestimmen (Auswahl)

Berliner Zeitung
Immer sind es besondere Orte, die Alexander Ochs und Georg Maria Roers, der Kultur- und Kunstbeauftragter des Erzbistums Berlin, ausgewählt haben – vom neobarocken Berliner Dom bis hin zu der noch weithin bombenzerstörten Kirche St. Michael.

B.Z.
Für seinen Kirchen-Kunst-Marathon hat (Kurator Alexander Ochs) mehr als 100 Künstler aus aller Welt gewonnen.

Chrismon
Die Kunst wird nicht benutzt, um die eigene Botschaft zu transportieren oder um sich eine neue Attraktivität herbeizu­zaubern, sondern sie wird eingeladen, damit etwas Neues und Uner­wartetes geschieht. Die Ausstellung „Sein.Antlitz.Körper“ folgt keinem sturen Konzept, versucht nicht, eine These zu belegen oder ein einziges Thema zu erörtern, sondern inszeniert vielfältigste Be­gegnungen in sehr verschiedenen Räumen. Zur ästhetischen Qualität der Exponate kam der Respekt vor dem Kirchraum.

Die Ausstellungsreihe gibt den Kirchen etwas von dem zurück, was sie auf dem Weg in die Moderne zu verlieren drohten – die Lust am Schauen, die Freude am Bild.

Der Tagesspiegel
Auf den Fotoporträts des Koreaners Kyungwoo Chun hüllen sich vier Modeschöpferinnen Schicht um Schicht in ihre wechselseitigen Lieblingsklamotten, bis sie wie mittelalterliche Gewandfiguren unter dem Textil fast verschwinden. Ein kluger Gedankenaustausch entspinnt sich zu der jetzt verhüllten rheinischen Madonnenfigur, die immer hier steht. Neben den Altar gerückt wurde eine zur Fußwaschung von Beuys hergerichtete Emailschüssel. Am Boden liegt ein Steincircle des Land-Art-Klassikers Richard Long aus versteinertem Zedern- und Redwoodholz. Eine wundersame Schöpfung: so offenkundig hölzern, so unwiderlegbar steinern sind die zum Kreis ausgelegten Fundstücke ... Ikemuras Frauenfiguren verharren auf den verschnörkelten Goldpodesten wie Wiedergängerinnen klassischer Heiligen- oder Märtyrerskulpturen. Aber sie sind gesichtslos. Unter ihren Kopftüchern und Gewandhüllen klafft ein dunkles Loch, eine ovale Leere, wie eine von Munchs „Schrei“ inspirierte Pathosformel stummen Entsetzens.

Deutschlandradio Kultur über Tatzu Nishis Installation in Eisenach
Man tritt hinein – ein Teppich, ein Fußbodenbelag. Und hier drin ist ein Bett, ein Doppelbett mit geblümtem Bezug. Und mittendrin steht Luther. Er liegt nicht etwa im Bett, sondern er steht im Bett, mit der zugeschlagenen Bibel in der Hand. Es gibt hier noch einen Sessel, ein paar Stühle – und er hat ein paar Bücher stehen! Die Bibel natürlich, ein Buch "Luther, der Ketzer". Es ist ein unablässiger Strom von Menschen, die sich das Ganze anschauen“


epd
Wir haben bewusst kein klassisches Ausstellungsprogramm, sondern ortsspezifische Formate entwickelt, die sich individuell mit dem jeweiligen Haus, der Gemeinde, aber auch seiner Geschichte und Architektur auseinandersetzen“, erklärte Alexander Ochs, Initiator der Ausstellungsreihe und Kurator für Bildende Kunst am Berliner Dom. Die Ausstellung versuche, nicht Differenzen zu betonen, sondern universelle Gemeinsamkeiten wie kulturelle und spirituelle Vielfalt zu zeigen.

Herder Korrespondenz
In Berlin zieht eine Kunstinitiative eine Spur des Staunens durch die Stadt.

rbb inforadio
Sein.Antlitz.Körper – So heißt ein groß angelegtes Austellungsprojekt in 9 Berliner Kirchen und dem Centrum Judaicum. Bis Ende des Jahres werden unter anderem Arbeiten von Joseph Beuys, Micha Ullmann und Ai Weiwei gezeigt.

rbb kulturradio
Weltliche Kunst im sakralen Raum – das ist der Kern des Ausstellungsprojekts „Sein.Antlitz.Körper“, die am 13. März 2016 im Berliner Dom startet. Es geht der Frage nach, wie säkulare Kunst im sakralen Raum wirkt. Zunächst sind die Projekte „Das Sichtbare und das Unsichtbare“ im Berliner Dom sowie „Prozession, Performance und Licht“ in St. Thomas von Aquin in Charlottenburg zu sehen.

taz
Das Konzept geht auf ... Die Gotteshäuser sind dabei mehr als nur Ausstellungsorte, es geht um den Dialog zwischen Religiosität und zeitgenössischer Kunst, der durchaus spannungsreich die Brucke zu gesellschaftspolitischen Diskursen schlägt.

Thüringische Landeszeitung
Für so viel Gesprächsstoff hat die Luther-Statue Adolf von Donndorfs wohl seit ihrer Einweihung 1895 nicht mehr gesorgt. Grund ist das Kunstprojekt "In bed with Martin Luther" des japanischen Künstlers Tatzu Nishi

WELTKUNST
Eine spirituelle Herausforderung, die im Dom vor Ikemuras eindrücklichen Skulpturen ebenso funktionieren wie in der Kirche der Katholischen Akademie mit Werken von Richard Long, Ai Weiwei und einer Emaille-Schüssel, die Joseph Beuys für seine Aktionen der Fußwaschung einsetzte.

zitty
Zu allen Zeiten wurde im Namen Gottes gemordet – bis heute. Welches Anrecht haben Riten und Rituale vor diesem Hintergrund? Solch elementaren Fragen widmet sich die Ausstellung ’The Repetition Of The Good. The Repetition Of The Bad‘.

Ausstellungszeitung: Gestaltung: Frederik Foert, Redaktion: Alexander Ochs